Am 22. und 23. Juni 2021

(1)2. CONNECT! Online

European Moldflow User Meeting

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CONNECT! in the Digital Transformation

Auch in diesem Jahr wird von MF SOFTWARE wieder das CONNECT! European Moldflow User Meeting veranstaltet. Das Event jährt sich damit zum 12. Mal und wird aufgrund der Corona-Pandemie zum zweiten Mal in Folge online stattfinden.

Entsprechend des Mottos “CONNECT! in the Digital Transformation” findet damit nicht nur die Veranstaltung selbst digital statt, sondern auch einer der  Schwerpunkte liegt auf künstlicher Intelligenz und Erweiterungstools, die in Moldflow Verwendung finden. Neben diesen kommt aber auch die Betrachtung von Anwendungsfällen in Moldflow nicht zu kurz.

Auch wenn wir erneut auf die große CONNECT! in Frankfurt verzichten müssen, haben wir intensiv daran gearbeitet, eine umso interessantere, mit hochkarätigen Vorträgen bestückte Veranstaltung zusammenzustellen. Kurzvorstellungen erster Vorträge können Sie weiter unten bereits ansehen und sich zudem für das kostenlose Event registrieren.

Unsere Partner:

Vorstellung erster Vorträge

Dr. Andreas Wonisch, Dr. Mahesh Divekar, BASF SE

Verbesserung der Verzugsvorhersage durch integrative Simulation mit Moldflow & Ultrasim®

Für Kunststoffteile, die im Spritzgießverfahren hergestellt werden, ist es heutzutage zwingend erforderlich, den Verzug bereits im Vorfeld genau vorherzusagen. Die bestehende Methode der Prozesssimulation mit Moldflow hat jedoch einige Einschränkungen und basiert auf mehreren vereinfachten Annahmen, z.B. ignoriert sie temperaturabhängige mechanische Eigenschaften.
Um diese Einschränkungen zu kompensieren, hat die BASF ein neues Modul für ihr Ultrasim®-Tool eingeführt, das auf einer integrativen Simulationstechnologie basiert. Dabei werden zunächst Moldflow-Ergebnisse für die Füll- und Nachdruckphase verwendet, die dann aber auf ein FEM-Modell mit einem komplexeren Materialmodell abgebildet werden, um die Abkühl- und Schwindungsphase zu simulieren.
Dieses thermo-mechanische Materialmodell wurde sorgfältig entwickelt, indem temperaturabhängige, nichtlineare mechanische Eigenschaften und Spannungsrelaxationsverhalten berücksichtigt wurden. Das Modell beinhaltet auch eine zeitabhängige Beschreibung des Verzugs, beginnend mit der Nachdruckphase des Formprozesses, gefolgt von der realen Abkühlung und dem Entformen. In dieser Studie wurden Polybutylenterephthalat (PBT)-Polymer (ungefüllt – Ultradur® B4520 und 30 % glasgefüllt – Ultradur® B4300G6) und Polyamid (Ultramid® A3WG10, das zu 50 % glasgefüllt ist) für die Untersuchung der Verzugskorrelation berücksichtigt. Die Genauigkeit der Vorhersage wurde zwischen dem klassischen Simulationsansatz mit Moldflow, dem neuen Ultrasim® -Ansatz und den tatsächlichen experimentellen Prüfergebnissen verglichen.

Armin Kech, Robert Bosch GmbH

Virtuelle Prozesssignale zur Prozessüberwachung beim Spritzgießen

Im Umfeld der Prozessüberwachung mit KI/ML-basierten Methoden wird die Datengenerierung zum Training solcher Netze (NN, CNN, etc.) mittels Simulation immer interessanter.
In einem ersten Schritt wird evaluiert, wie die simulierten Ergebnisse für Prozesssignale (Druck- und Temperaturverläufe, die von Sensoren in der Kavität erfasst werden) und Teilequalität (Abmessungen, Gewicht) mit den gemessenen Daten übereinstimmen. Es werden Korrelationen mit Prozessparametern ermittelt und zwischen virtuellen und experimentellen Daten verglichen. In einem zweiten Schritt wird entschieden, ob solche virtuellen Daten verwendet werden können und wie KI/ML-basierte Methoden zur Prozessüberwachung darauf hin trainiert werden können.

Martin Hubmann, Montanuniversität Leoben

Erweiterung der Möglichkeiten von Moldflow durch die Verwendung von Python-Scripts

Das Synergy Application Programming Interface (API) ermöglicht es Arbeitsabläufe in Moldflow zu automatisieren. Die Möglichkeit Makros in Moldflow aufzeichnen zu können ist hierfür das wahrscheinlich augenscheinlichste Beispiel und erfolgt in der Skriptsprache Visual Basic Script (VBS). Hierbei werden Skripte durch Mitprotokollieren von Maus- und Tastaturanschlägen innerhalb der GUI von Synergy erstellt. Dieser Vorgang mag für einfache Problemstellungen der schnellste Weg sein, stößt jedoch bei komplexeren Aufgaben schnell an seine Grenzen: Einerseits weil nicht alle Funktionalitäten von Moldflow so erfasst werden können und anderseits weil VBS im Vergleich zu modernen Skriptsprachen wie Python sehr „starr“ und „umständlich“ wirkt.
Im Zuge der Präsentation wird ein kurzes Python-Skript Zeile für Zeile entwickelt, in dem ein Ablauf innerhalb von Moldflow automatisiert wird. Der Zuhörer kann sich so von den Vorzügen Pythons gegenüber VBS überzeugen lassen.
Für Python- und Programmier-Neulinge wird des Weiteren ein Weg aufgezeigt, wie in die Thematik einfach eingestiegen werden kann.

Simon Schönswetter, Steffen Fröhle, Gerresheimer Regensburg GmbH

Reverse Engineering von Materialdaten zur Verbesserung der Druckvorhersage

Mit steigenden Standards in der Prozessüberwachung fallen vor allem bei älteren Materialdatensätzen immer wieder größere Abweichungen zwischen simulativ vorhergesagtem Druckbedarf und tatsächlichem Druckbedarf einer Prozesseinstellung auf. Dies kann sowohl durch am Modell getroffene Vereinfachungen verursacht werden als auch durch unzureichend vermessene Datensätze.Eine akkurate Berechnung der Druckkurve ist Grundlage für eine genaue Verzugsberechnung.
Bauteilverzug und Druckbedarf sind die beiden wohl relevantesten Größen für den Komplexitätsgrad des Spritzgießwerkzeugs und daher auch ein entscheidender Faktor bei der Kostenkalkulation.Als Hersteller eines weitreichenden Produktportfolios in unterschiedlichsten Formen und Schussgewichten beschäftigen wir uns bei Gerresheimer ständig mit Neuentwicklungen, für die verläßliche Simulationsergebnisse eine entscheidende Grundlage sind. In diesem Vortrag soll gezeigt werden, welche Voraussetzungen für ein mit realen Ergebnissen vergleichbares Simulationsmodell notwendig sind und wie auf Basis eines solchen Modells und Prozessdaten aus der Fertigung ein Materialdatensatz modifiziert werden kann.

Kevin Kiss, Plastics Engineering Group GmbH in Kooperation mit der BMW AG

Verzugsberechnung von kohlefaserverstärkten Skelettbauteilen

Bei der hier vorgestellten Studie wurde anhand verschiedener Materialkennwerte das Verzugsverhalten von Skelettbauteilen simuliert. Bei Skelettbauteilen handelt es sich um Bauteile, bei denen zur Verstärkung Stäbe mit Carbonfasern eingelegt werden. Von zentraler Bedeutung ist der Einfluss des Wärmeausdehnungskoeffizienten (CTE) der Einlegeteile auf den Gesamtverzug des Skelettbauteils. Unter Zuhilfenahme mikromechanischer Ansätze zur Unterstützung von Moldflow wurde eine Methode entwickelt, um durch gekoppeltes Rechnen den Verzug des Bauteils besser vorherzusagen. Zur Validierung wurden die Simulationsergebnisse abschließend mit optischen Vermessungen am Originalbauteil abgeglichen.

Wolfgang Penz, Borealis Polyolefine GmbH

Verarbeitungsbedingte Oberflächendefekte beim Spritzgießen

Hochwertige Oberflächenoptik, speziell bei großen Bauteilen, ist ein sehr wichtiges Thema beim Spritzgießen.  Oberflächendefekte wie Drucklinien, Fließmarken und Einfallstellen sind jedem Bauteilhersteller bekannt. Woher sie kommen und wie sie verbessert werden können, wird am Beispiel einer Automotive Exterior Anwendung aus Polypropylen gezeigt!

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