Die Abkühlung ist ein entscheidender Bestandteil des Kunststoffspritzgießprozesses – und genau dabei tritt ein wichtiges Phänomen auf. Während der Wärmeabfuhr neigen Bauteile dazu, ihre Abmessungen zu verändern. Obwohl diese Änderungen häufig gering sind, können sie bei großen Stückzahlen zu erheblichen Maß- und Formabweichungen führen.
Oft beeinflussen bereits kleinste Abweichungen in Größe oder Form die Funktion eines Kunststoffbauteils deutlich. Werden solche Veränderungen während der Abkühlung vermieden oder kontrolliert, lassen sich Ausschuss und Nacharbeit erheblich reduzieren.
In diesem Artikel betrachten wir, was Schwindung im Spritzgießen ist, wie sie berücksichtigt werden muss und warum sie keinesfalls vernachlässigt werden sollte.
Auswirkungen der Schwindung auf Kunststoffbauteile
Die Kunststoffschwindung beeinflusst Spritzgussteile auf verschiedene miteinander verknüpfte Arten. Der erste Aspekt ist die Maßgenauigkeit. Wird die Kontraktion nicht korrekt vorhergesagt, kann das fertige Bauteil außerhalb der vorgesehenen Toleranzen liegen und nicht mehr korrekt mit anderen Komponenten zusammenpassen. Bereits geringe Unterschiede in der Schwindung können zu Spalten, Fehlpositionierungen oder erhöhten Montagekräften führen.
Der zweite Einfluss betrifft die optische Qualität. Ungleichmäßige Schwindung kann die Oberfläche nach innen ziehen und Einfallstellen, Welligkeiten oder Verzug verursachen. Selbst wenn ein Bauteil seine mechanische Funktion weiterhin erfüllt, können solche Fehler die wahrgenommene Produktqualität deutlich reduzieren. Deshalb wird die Werkzeugschwindung bereits früh in Industrie- und Konsumgüterprojekten berücksichtigt.
Der dritte Einfluss betrifft die Kosten. Führt die Schwindung zu Maßabweichungen, müssen häufig Werkzeuge korrigiert, Prozessparameter angepasst oder zusätzliche Nachbearbeitungsschritte eingeführt werden. Diese Maßnahmen erhöhen Maschinenlaufzeit, Arbeitsaufwand und Ausschusskosten. Aus diesem Grund ist das Verständnis des Schwindungsverhaltens im Spritzgießen ein wesentlicher Bestandteil der Qualitäts- und Kostenkontrolle in der Serienfertigung.
Warum Produktentwickler die Schwindung im Spritzgießen verstehen müssen
Auch wenn viele Maßabweichungen direkt an der Spritzgießmaschine korrigiert werden können, benötigen Produktentwickler dennoch ein grundlegendes Verständnis der Schwindung im Spritzgießen. Frühe Konstruktionsentscheidungen haben einen erheblichen Einfluss darauf, wie sich der Werkstoff während Werkzeugbau und Produktion verhält.
- Optimierung der Konstruktion: Mit einem besseren Verständnis der Schwindung können Konstrukteure Merkmale präziser auslegen und das Risiko von Maßabweichungen nach der Abkühlung reduzieren.
- Materialauswahl: Toleranzanforderungen, Geometrie und Einsatzbedingungen bestimmen die optimale Materialwahl, da unterschiedliche Werkstoffe deutlich unterschiedliche Schwindungsraten aufweisen.
- Iterative Entwicklung: Ein frühes Bewusstsein für Schwindung reduziert den Trial-and-Error-Aufwand, da nach der Erstbemusterung weniger Anpassungen erforderlich sind.
- Kosteneffizienz: Präzisere Vorhersagen reduzieren Ausschuss, Werkzeugkorrekturen und Verzögerungen beim Produktionsstart.
Dieses Wissen unterstützt eine effektivere Zusammenarbeit zwischen Konstruktion, Werkzeugbau und Spritzgießfertigung. Gleichzeitig steigt die Wahrscheinlichkeit, dass bereits die erste Bemusterung nahe an den Zielmaßen liegt.
Einflussfaktoren auf die Schwindung im Spritzgießen
Das Ausmaß der Schwindung eines Spritzgussteils wird durch den Prozess, das Bauteil selbst, das Werkzeug und den Werkstoff bestimmt. Ein dünnwandiges und gleichmäßig komprimiertes Bauteil verhält sich völlig anders als ein dickwandiges, komplexes Bauteil aus einem hochkristallinen Polymer. Die Wandstärkenverteilung spielt dabei eine entscheidende Rolle, da dickere Bereiche langsamer abkühlen und häufig eine stärkere Schwindung zeigen. Gleichzeitig können lokale Merkmale wie Rippen oder Gravuren die Materialbewegung einschränken und lokal geringere Maßänderungen verursachen.
Einfluss der Prozessführung
Der Spritzgießprozess beeinflusst die finalen Bauteilabmessungen direkt. Änderungen von Temperatur, Füllung und Nachdruck verändern das Kontraktionsverhalten des Polymers während der Abkühlung. Deshalb sollte die Schwindung im Spritzgießen als Ergebnis des Prozesses und nicht als fester Materialwert betrachtet werden.
Eine stabile Schmelze- und Werkzeugtemperatur verbessert die Prozesskonstanz, während ein höherer Nachdruck die Kontraktion kompensieren und die endgültige Schwindungsrate reduzieren kann. Die Schmelzetemperatur beeinflusst das molekulare Verhalten während der Erstarrung, während hohe Werkzeugtemperaturen insbesondere bei teilkristallinen Materialien die Schwindung erhöhen können.
Auch die Kühlzeit ist entscheidend. Bauteile stabilisieren sich weiterhin im Werkzeug, und eine zu frühe Entformung kann zu zusätzlicher Verformung außerhalb der Kavität führen. Die Fließgeschwindigkeit beeinflusst zudem die Molekülorientierung, wodurch richtungsabhängige Schwindung entstehen kann. Dadurch kann derselbe Werkstoff unter unterschiedlichen Prozesseinstellungen verschiedene Schwindungswerte zeigen.
Einfluss der Werkstoffeigenschaften
Die Unterschiede im Schwindungsverhalten verschiedener Werkstoffe beruhen hauptsächlich auf deren Materialeigenschaften. Molekulargewicht, Additive, Kristallinität und Polymerstruktur beeinflussen das Ergebnis maßgeblich. Deshalb sollten Schwindungswerte aus Datenblättern stets als allgemeine Richtwerte betrachtet werden.
Teilkristalline Werkstoffe zeigen häufig eine höhere Schwindung als amorphe Materialien, da sie während der Abkühlung dichtere Strukturen ausbilden. Füllstoffe können die Schwindung reduzieren, führen jedoch oft zu richtungsabhängigen Abweichungen. Selbst vergleichbare Werkstoffe können sich durch Pigmente oder Chargenschwankungen in der Praxis unterschiedlich verhalten.
Einfluss der Werkzeugkonstruktion
Die Werkzeugauslegung bestimmt, wie der Werkstoff die Kavität füllt, verdichtet und abkühlt, und beeinflusst damit direkt das Schwindungsverhalten. Größere Anschnitte verbessern die Nachdruckwirkung, während die Anschnittposition bestimmt, wie sich der Druck über das Bauteil verteilt.
Bereiche mit größerem Abstand zum Anschnitt erhalten häufig weniger Nachdruck und zeigen daher eine stärkere Werkzeugschwindung. Lokale Geometrieeinschränkungen können die Materialbewegung zusätzlich begrenzen und dadurch ungleichmäßige Kontraktion verursachen. Auch das thermische Gleichgewicht des Werkzeugs ist entscheidend, da ungleichmäßige Kühlung nach der Entformung zu Verzug führen kann.
Deshalb sollte die Schwindung bereits während der Werkzeugkonstruktion berücksichtigt und nicht erst nachträglich korrigiert werden. Ein gut ausgelegtes Werkzeug verbessert die Maßkonstanz von Beginn an.
Einfluss der Bauteilgeometrie
Die Bauteilgeometrie bestimmt Wärmeübertragung und Schwindungsverhalten maßgeblich. Dickwandige Bereiche kühlen langsamer ab und führen häufig zu stärkerer Kunststoffschwindung, während dünnwandige Bereiche schneller abkühlen und dimensionsstabiler bleiben. Ungleichmäßige Wandstärken verursachen häufig lokale Schwindungsunterschiede und erhöhen das Risiko von Verzug.
Konstruktive Elemente wie Rippen, Dome und verstärkte Bereiche können die Kontraktion lokal einschränken und dadurch zu geringerer Schwindung in diesen Bereichen führen. Auch Einlegeteile können die Materialbewegung begrenzen. Aus diesem Grund ist die Schwindung eines Kunststoffbauteils selten über die gesamte Geometrie gleichmäßig.
Zusätzlich beeinflusst die Fließrichtung das Ergebnis. In Fließrichtung schrumpfen Bauteile oft weniger stark als quer zur Fließrichtung. Eine ausgewogene Konstruktion mit konstanter Wandstärke unterstützt daher eine besser vorhersagbare Schwindung und höhere Maßstabilität.
Auswirkungen ungleichmäßiger Schwindung bei Spritzgussteilen
Ungleichmäßige Schwindung bei Spritzgussteilen wird häufig als Verzug bezeichnet. Sie entsteht, wenn einzelne Bereiche unterschiedlich abkühlen oder unterschiedlich komprimiert werden. Dadurch entstehen innere Spannungen, die die endgültige Bauteilgeometrie verändern.
- Bauteilverformung
- Maßabweichungen
- Sichtbare Oberflächenfehler
- Langfristige Bauteilschäden
- Probleme bei Optik und Passung
- Erhöhte Produktionskosten
Methoden zur Bestimmung der Schwindung
Die gebräuchlichsten Methoden zur Bestimmung der Werkzeugschwindung und dimensionsbedingten Schwindung bei spritzgegossenen Kunststoffen umfassen:
- ASTM D955: Standardprüfverfahren zur Messung der Schwindung anhand der Werkzeugabmessungen von Thermoplasten. Diese Methode wird häufig für spritzgegossene und pressgeformte Probekörper eingesetzt.
- ISO 294-4: Norm zur Bestimmung der Formschwindung von thermoplastischen Prüfkörpern, die im Spritzgießverfahren hergestellt werden.
- ISO 2577: Norm zur Bestimmung der Schwindung bei duroplastischen Formmassen.
Diese Methoden ermöglichen einen kontrollierten Vergleich verschiedener Werkstoffe, wobei das tatsächliche Bauteilverhalten im realen Werkzeug dennoch abweichen kann. Selbst standardisierte Werte sollten daher immer gegen die tatsächliche Bauteilgeometrie, den Prozessfensterbereich und die funktionalen Endtoleranzen validiert werden.
Schwindungswerte (%) von Kunststoffen
Eine praktische Schwindungstabelle für Kunststoffmaterialien hilft Konstrukteuren, die Werkzeugkompensation abzuschätzen und gängige Kunststoffe vor Beginn der Musterfertigung zu vergleichen. Die unten aufgeführten Werte sind typische Bereiche und keine absoluten Konstanten, da Geometrie, Anguss-Layout, Nachdruck und Kühlung das Endergebnis beeinflussen.
PA6-Schwindung
PA6 wird häufig für strukturtragende Bauteile eingesetzt, da es eine gute Kombination aus Zähigkeit, Verschleißfestigkeit und Verarbeitbarkeit bietet. Allerdings können Feuchtigkeitsaufnahme und Kristallinität das endgültige Schwindungsverhalten deutlich beeinflussen.
| Material | Typische Schwindung (%) | Hinweise |
| PA6 ungefüllt | 0,7 bis 1,6 | Höhere Schwindung tritt häufig in dickwandigen Bereichen auf |
| PA6 mineralisch gefüllt | 0,4 bis 1,0 | Füllstoffe reduzieren die Bauteilbewegung |
| PA6 GF gefüllt | 0,2 bis 0,8 | Richtungsabhängige Effekte durch Faserverstärkung möglich |
PA66-Schwindung
PA66 wird häufig für technische Bauteile eingesetzt, die eine hohe Wärmebeständigkeit und gute Steifigkeit erfordern. Dennoch kann die Schwindung je nach Materialtyp, Füllstoffanteil und Verstärkung deutlich variieren.
| Material | Typische Schwindung (%) | Hinweise |
| PA66 ungefüllt | 0,8 bis 1,5 | Typisch für Standard- bzw. Allzweck-Qualitäten |
| PA66 mineralisch gefüllt | 0,4 bis 0,9 | Geringere Bauteilbewegung im Vergleich zu unverstärkten Typen |
| PA66 GF gefüllt | 0,2 bis 0,7 | Geringere mittlere Schwindung, jedoch mögliche richtungsabhängige Unterschiede |
PP-Schwindung
PP wird häufig in der Großserienproduktion eingesetzt, da es ein sehr gutes Fließverhalten und ein günstiges Kosten-Leistungs-Verhältnis bietet. Allerdings liegt die Kunststoffschwindung in der Regel höher als bei steiferen technischen Werkstoffen.
| Material | Typische Schwindung (%) | Hinweise |
| PP Homopolymer | 1,5 bis 2,5 | Höhere Werte treten häufig bei dickwandigen Bereichen auf |
| PP Copolymer | 1,0 bis 2,0 | Etwas geringere Schwindung und meist prozessrobuster |
| PP gefüllt | 0,8 bis 1,5 | Füllstoffe verbessern die Maßhaltigkeit |
PC-Schwindung
PC ist ein amorpher Kunststoff mit geringer Schwindung, der häufig eingesetzt wird, wenn optische Qualität, Zähigkeit oder hohe Maßhaltigkeit gefordert sind. Aufgrund seiner amorphen Struktur zeigt PC im Vergleich zu teilkristallinen Kunststoffen eine deutlich stabilere dimensionsbedingte Schwindung.
| Material | Typische Schwindung (%) | Hinweise |
| PC ungefüllt | 0,5 bis 0,7 | Stabil für viele Präzisionsanwendungen |
| PC gefüllt | 0,3 bis 0,6 | Geringere Bauteilbewegung bei gleichzeitig erhöhter Steifigkeit |
PC/ABS-Schwindung
PC/ABS wird häufig für Gehäuse und optisch anspruchsvolle Bauteile eingesetzt, da es eine gute Kombination aus Schlagzähigkeit und einfacher Verarbeitbarkeit bietet. Die dimensionsbedingte Schwindung liegt typischerweise zwischen den Werten von PC und ABS und kann je nach Mischungsverhältnis variieren.
| Material | Typische Schwindung (%) | Hinweise |
| PC/ABS Standard | 0,4 bis 0,7 | Häufiger Bereich für allgemeine Gehäuseanwendungen |
| PC/ABS verstärkt | 0,3 bis 0,6 | Verbesserte Maßstabilität |
Diese Materialmischung wird häufig gewählt, wenn sowohl Zähigkeit als auch kontrollierte Schwindung wichtig sind.
PC/PBT-Schwindung
PC/PBT kombiniert die Maßstabilität von PC mit verbesserter Chemikalienbeständigkeit und gutem Fließverhalten. Der PBT-Anteil kann dabei das endgültige Schwindungsverhalten deutlich beeinflussen, insbesondere bei teilkristallinen Anteilen im Blend.
| Material | Typische Schwindung (%) | Hinweise |
| PC/PBT Standard | 0,5 bis 1,0 | Abhängig von Mischungsverhältnis und Werkzeugbedingungen |
| PC/PBT verstärkt | 0,3 bis 0,7 | Verstärkungen reduzieren die Bauteilbewegung |
PC/PBT sollte im realen Werkzeug validiert werden, da die Schwindung nicht zuverlässig allein aus allgemeinen Richtwerten abgeleitet werden kann.
ABS-Schwindung
ABS ist einer der am häufigsten eingesetzten Werkstoffe für optische und strukturelle Gehäusebauteile, da er eine ausgewogene Kombination aus Zähigkeit, guter Verarbeitbarkeit und moderater Schwindung bietet.
| Material | Typische Schwindung (%) | Hinweise |
| ABS Standard | 0,4 bis 0,7 | Häufiger Bereich für viele Gehäuseanwendungen |
| ABS niederviskos | 0,3 bis 0,6 | Kann das Füllen dünnwandiger Bereiche verbessern |
| ABS verstärkt | 0,2 bis 0,5 | Geringere Bauteilbewegung durch erhöhte Steifigkeit |
Diese Werte machen ABS zu einer gängigen Wahl für Bauteile, die ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Optik und Maßhaltigkeit erfordern.
Um die Schwindung zu reduzieren und die Bauteilqualität zu verbessern, können folgende bewährte Methoden angewendet werden.
So verhindern Sie Schwankungen der Schwindung
Ein stabiler Spritzgießprozess ist der wichtigste Faktor zur Vermeidung von Schwindungsschwankungen. Die folgenden Maßnahmen zeigen die zentralen Stellhebel und ihre Wirkung:
- Fließweg und Anschnittverteilung ausbalancieren: Ausgewogene Anguss- und Verteilersysteme sorgen für gleichmäßigen Druckaufbau und reduzieren Einfallstellen sowie Verzug.
- Kavitätenanordnung optimieren: Eine gleichmäßige Wärmeverteilung im Werkzeug unterstützt konstante Maßhaltigkeit über alle Bauteilbereiche.
- Bauteilverzug über Angussstrategie steuern: Runde oder komplexe Geometrien profitieren häufig von zentralen oder Mehrpunktanschnitten, um eine gleichmäßige Nachdruckverteilung und geringere Verformung zu erreichen.
- Gleichmäßige Wandstärken verwenden: Dickwandige Bereiche kühlen langsamer und zeigen höhere Schwindung, während Rippen, Dome und Gravuren die Materialbewegung lokal einschränken können.
- Konstanten Nachdruck sicherstellen: Änderungen von Nachdruck oder Nachdruckzeit können die Endschwindung stark beeinflussen, selbst bei gleichem Material und Werkzeug.
- Ausreichende Kühlung vor Entformung sicherstellen: Eine zu frühe Entformung führt zu Nachbewegungen außerhalb des Werkzeugs. Kontrollierte Kühlung verbessert die Erstarrung und Maßstabilität.
Ein stabiler Prozess liefert in der Regel bessere Ergebnisse als eine nachträgliche Korrektur von Schwindungsfehlern.
FAQ
Wann tritt Schwindung auf?
Die Schwindung im Spritzgießen entsteht während der Abkühlung im Werkzeug. Ein geringerer Anteil kann nach der Entformung bis zur Raumtemperatur weiter auftreten.
Welche Einheit hat Schwindung?
Schwindung wird üblicherweise in Prozent (%) angegeben.
Welche Bedeutung hat Schwindung?
Sie beeinflusst Bauteilmaße, Passgenauigkeit, Optik und Werkzeugauslegung.
Wie tief sind Schwindungsrisse?
Sie sind anfangs meist oberflächlich, können jedoch unter Belastung oder wiederholter Beanspruchung tiefer wachsen.
Was ist Schwindung und wie kann man sie vermeiden?
Es handelt sich um die Maßreduzierung beim Abkühlen des Kunststoffs. Sie lässt sich durch gute Bauteilauslegung, ausgewogene Werkzeugkonstruktion und stabile Prozessführung reduzieren.
Was ist Schwindung im Spritzgießen?
Die prozentuale Differenz zwischen Kavitätsmaß und abgekühltem Bauteilmaß.
Was ist ein guter Schwindungswert?
Für viele Spritzgussteile gelten etwa 0,4 % bis 0,7 % als gut beherrschbarer Bereich, abhängig vom Werkstoff.
Wie berechnet man Schwindung?
Mit der Formel: (Ursprungsmaß – abgekühltes Maß) / Ursprungsmaß × 100 %.
Wie viel Schwindung ist akzeptabel?
Für viele industrielle Anwendungen liegt der akzeptable Bereich etwa zwischen 0,1 % und 2,5 %, abhängig von Material und Toleranzanforderungen.





